Die Systemkamera

Die neueste Kamerageneration erobert derzeit den Markt und konnte sich sehr schnell etablieren. Die Systemkamera ist klein und kompakt, verfügt jedoch über größere Sensoren als die Kompaktkameras und, was das Besondere ist, sie hat kleine und leichte Wechselobjektive.

Immer mehr Hersteller nehmen eine Systemkamera in ihre Modellreihen auf und setzen dies ganz unterschiedlich um. Die meisten Kameras ähneln dem Spiegelreflexsystem: Man kauft einen Body und setzt das gewünschte Objektiv mittels eines Bajonettanschlusses an diesen an. Einige Hersteller teilen sich einen Standard, sodass die Auswahl an Objektiven sehr viel größer ist.

Als Beispiel hier die beliebte Sony NEX-5KB Systemkamera

Es gibt jedoch auch Modelle, bei denen man nicht nur das Objektiv wechselt, sondern das gesamte Kamerasystem. Diese so genannten Modulkameras bestehen aus einem griffigen Gehäuse und einem Modul mit Objektiv und Sensor, welches an das Gehäuse gekoppelt wird. So kann die Elektronik der Kamera besser auf das jeweilige Objektiv und die Aufnahmesituationen abgestimmt werden.

Entscheidet man sich für ein Kamerasystem, welches neu auf dem Markt ist, kann es sein, dass man auf ein gewünschtes Objektiv oder entsprechendes Zubehör eine Zeitlang warten muss, da bei vielen Herstellern von der Ankündigung eines Produkts bis zu dessen Verkaufsstart in Deutschland oder Europa eine ganze Zeit vergehen kann.

Eine Systemkamera wird über ein großes und hoch auflösendes LCD-Display bedient, welches bei den meisten Modellen dreh- und schwenkbar ist und so auch außergewöhnliche Aufnahmesituationen sehr gut meistert.

Bei einem berührungsempfindlichen Display wird die Kamera über den Touchscreen bedient, andere Kameras haben zu diesem Zweck Knöpfe oder einen Joystick, welcher durch die Menüpunkte führt. Die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr vielseitig und stehen denen einer digitalen Spiegelreflexkamera in vielen Bereichen in nichts nach.

Die Bedienung über das Display bedarf jedoch oftmals einer gewissen Einarbeitung, denn an den kleinen und flachen Kamerabodys ist nicht so viel Platz, dass zahlreiche Knöpfe für den Direktzugriff auf verschiedene Parameter angebracht werden können. Bezüglich der Ausstattung befinden sich Systemkameras auf einem sehr hohen Niveau.

Ein optischer Bildstabilisator ist ebenso obligatorisch wie die Möglichkeit, Videos in sehr guter Qualität aufzunehmen. Als Speichermedium dient eine Speicherkarte, welche aufgrund ihrer hohen Kapazität in der Regel mehrere tausend Fotos oder mehrere Stunden Video aufnehmen kann, sodass man während eines Urlaubs nicht zwingend einen Computer mitnehmen muss, um diese zu entleeren.

Die Auswahl der Objektive orientiert sich an den Möglichkeiten der digitalen Spiegelreflexkameras. Als Kitobjektiv dient bei den meisten Modellen ein Zoomobjektiv, welches einen akzeptablen Bereich vom leichten Weitwinkel bis zum moderaten Tele abdeckt.

Als individuelle Erweiterung werden Weitwinkel- und Teleobjektive sowie lichtstarke Festbrennweiten angeboten. Zudem kann man als optionales Zubehör einen optischen Sucher erwerben, eine Videoleuchte, ein Blitzgerät und vieles mehr.

Eine Systemkamera ist somit vielseitig einsetzbar. Das stylische Aussehen vieler Modelle und die kompakten Abmaße machen diese Kameraklasse zum ernsthaften Konkurrenten für die digitale Spiegelreflexkamera.

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